Semesterticket FAQ

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Fragen zum neuen Ticket zusammengefasst. Solltet ihr weitere Fragen haben, die in diesem Beitrag nicht beantwortet wurden, könnt ihr euch gerne jederzeit an uns wenden!

Was ist jetzt aus dem Streit ums Semesterticket geworden?

Nach vielen intensiven Gesprächen und Druck auf die Regierung kam es schlussendlich zu einer Einigung beim Semesterticket. Uns als Allgemeine Studierenden Vertretung war und ist es besonders wichtig, eine Lösung zu finden die der Mehrheit nutzt. Wir konnten einen Kosten- und Leistungsvorteil aushandeln, sind aber weiterhin im Gespräch im Bezug zum Beispiel auf die Fahrrad- und Personenmitnahme.

Warum mussten wir das Semesterticket kündigen bzw. Warum war das Deutschlandticket problematisch für das Semesterticket?

Dass wir Studierende finanziell durch die Einforderung eines Semesterbeitrags belasten, war möglich durch ein Urteil, welches feststellte, dass durch den immensen Preisvorteil des Semestertickets gegenüber gängigen Abotickets ein grundsätzlicher finanzieller Vorteil für Studierende gegeben ist.

So ist das Solidarmodell gerechtfertigt gewesen. Das Solidarmodell beruht darauf, dass alle Studierende den Preis für das Semesterticket zahlen, damit es insgesamt für alle günstiger ist. Hier sprechen wir von einem Preisunterschied von 60-80%, je nach Standort.

Durch das Deutschlandticket war dieser Vorteil nicht mehr gegeben. Die Vergünstigung betrug nur noch um die 25% – das Solidarprinzip ist somit nicht mehr gegeben. Ein Rechtsgutachten hat ergeben, dass nun das Semesterticket rechtlich nicht mehr sicher war und Klagen gegen das Ticket erfolgsversprechender waren als bisher. Im Falle von erfolgreichen Klagen hätte dies Kosten für die Studierendenschaft im Millionenbereich bedeutet.

Uns ist wichtig, dass wir den finanziellen Schaden, den eine Klage gegen das Semesterticket mit sich bringt abzuwenden! Gleichzeitig wollten wir der Politik deutlich machen, dass wir Studierende nicht wieder vergessen werden!

Deswegen haben wir uns im AStA dazu entschieden, einen Antrag zur Kündigung des Semestertickets im Studierendenparlament einzubringen, welcher erfolgreich angenommen wurde und zur Kündigung des damaligen Tickets führte.

Mit wem haben wir die Entscheidung getroffen, dass wir das Ticket kündigen wollen?

Neben dem Austausch mit dem Bündnis „Asten im VRR“ haben wir stets über alle Gespräche und Überlegungen auf den AStA-, StuPa- und Senatssitzungen berichtet und alles transparent dargelegt. Des Weiteren haben wir uns gemeinsam als Vorsitz und Präsidium mit dem Rektorat sowie Justiziariat getroffen um eine Lösung zu finden. Außerdem fand die Urwahl statt, mit der wir die Studierenden einbezogen haben.

Warum hat sich der AStA zusammen mit den Verkehrsbetrieben dazu entschieden?

Als AStA geht es uns vor allem darum, rechtlich abgesichert zu sein, für euch ein gutes Angebot einzuholen und eine gute und günstige Mobilität für unsere Mitstudierenden zu garantieren. Vor allem der rechtliche Aspekt war mit dem alten Semesterticket und neuem Deutschlandticket nicht mehr gesichert, da der Preisvorteil zu gering war. Dies hätte eine Welle an (voraussichtlich erfolgreichen) Klagen bedeutet und somit die Gefahr, dass studentische Gelder dafür verloren gegangen wären. Auch wenn Vorteile wie die Fahrrad- und Personenmitnahme leider (vorerst) entfallen, ist das neue Angebot preislich sehr viel besser, was für euch auch einen niedrigeren Semesterbeitrag bedeutet.

Warum haben wir das Ticket trotz des eindeutigen Wahlergebnisses gekündigt?

Bei der Urwahl hatten wir eine Wahlbeteiligung von 12,26%, von diesen haben sich 73,4% gegen die Kündigung des Semestertickets ausgesprochen. Nichtsdestotrotz wurde das Quorum von 20% für oder gegen die Kündigung nicht erreicht. Aufgrund dessen waren das Studierenparlament zusammen mit dem AStA dafür verantwortlich eine Lösung zu finden von der möglichst alle profitieren und die uns im Fall des oben bereits erwähnten Szenarios einer Klagewelle schützen. Die beste Lösung dafür war unausweichlich die Kündigung des alten Semestertickets, da es finanziell keinen Vorteil mehr gab und es rechtlich nicht mehr sicher war. Glücklicherweise gab es eine Einigung auf das neue Semesterticket als Deutschlandticket, welches dafür sorgt, dass wir weiterhin ein Semesterticket zu einem vertretbaren Preis haben.

Wie bereits erwähnt ist diese Änderung weder endgültig noch für immer festgelegt. Die Fahrrad- und Personenmitnahme sind daher nicht endgültig verloren, jedoch aktuell schwer umzusetzen.

Wie unterscheidet sich das neue Semesterticket im SoSe 24?

Im Gegensatz zum alten Semesterticket, welches nur in NRW nutzbar war, ist das neue Semesterticket jetzt ein Deutschlandticket und kann im Nahverkehr deutschlandweit genutzt werden.

Muss ich mich um die Umänderung des Tickets kümmern?

Nein! Das Ticket wird (Solange ihr euch immatrikuliert/zurückgemeldet habt), automatisch generiert und muss nicht eigenständig beantragt oder geändert werden.

Welche Vorteile hat das neue Ticket ?

Das neue Ticket kann als Deutschlandticket genutzt werden und ist zudem viel günstiger als das alte Semesterticket und das momentane Deutschlandticket.

Entfallen die Vorzüge wie Personen- und Fahrradmitnahme?

Leider entfallen Personen- und Fahrradmitnahme, da das Ticket sich auf ganz Deutschland und nicht mehr nur NRW bezieht. Wir sind aktuell weiter im Gespräch und hoffen, dass wir diese Vorzüge wieder zurück bekommen können, da auch wir es schade finden, dass diese Vorzüge wegfallen, vor allem weil wir wissen, wie viele von euch auf diese Vorzüge angewiesen sind.

Gibt es Alternativen zur Fahrradmitnahme?

Leistungen, wie NextBike sind für unsere Studierenden kostenlos und können ergänzend zum ÖPNV in Duisburg und Essen genutzt werden.

Ist das Ticket übertragbar?

Das Ticket ist auch wie das alte Semesterticket nicht übertragbar auf andere Personen.

Wie viel kostet das neue Semesterticket?

Der Mobilitätsbeitrag im Semesterbeitrag des Sommersemester 2024 betragen insgesamt 176,40 €. Das entspricht einem monatlichen Betrag in Höhe von 29,40 € und in direkter Relation 60% des regulären Preises des Deutschland-Tickets. Somit sinkt auch der Semesterbeitrag um 43,62€ im Vergleich zum WS 23/24.

Wie, Wann und Wo erhalte ich mein Semesterticket?

Das Semesterticket werdet ihr spätestens ab dem 01.04.2024 über die UDE App runterladen können/erhalten. Weitere Informationen folgen.

Gibt es wieder ein Vorkursticket?

Das VorkursTicket kann zwei Monate vor dem eigentlichen Semesterstart gekauft werden und kostet 70,60 € für 30 Tage es ist nur für anspruchsberechtigte Erstsemester im KundenCenter erhältlich. Die DVG empfiehlt aber selber, sich lieber das Deutschlandticket zu kaufen, da es nur 49€ kostet und somit mehr Vorteile bringt.

Kann ich das Semesterticket ohne Handy nutzen?
Kann ich das Ticket wie bisher ausdrucken?

Leider wird es nicht möglich sein, das Semesterticket auszudrucken oder es ohne Handy zu nutzen, da es sich um ein rein digitales Ticket handeln wird. Diese Vorgaben sind von den Verkehrsbetrieben getroffen worden und leider weder die Universität noch wir als AStA haben Einfluss darauf. Wir sind aber weiterhin im Gespräch um auch für Studierende ohne Handy eine Möglichkeit zu finden.

Wo ist mein Semester-Deutschlandticket gültig?

Das neue Semesterticket ist jetzt ein Deutschlandticket und kann im Nahverkehr also in alle Busse, Straßenbahnen, Stadt-​ und U-​Bahnen sowie S-​Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresse in der 2. Klasse deutschlandweit genutzt werden. Außerdem könnt ihr mit bestimmten Zügen ins umliegende Ausland (z.B. Niederlande, Österreich, Dänemark, etc. ) weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Kann man sich zwischen dem alten und neuen Semesterticket entscheiden um die alten Vorteile zu haben?

Aufgrund des Solidarmodells ist diese Option nicht möglich. Es wird keine Wahl zwischen den verschiedenen Ticket Varianten geben.

Kann ich mich vom Semesterticket befreien lassen?

Das Deutschlandsemesterticket beruht auf dem Solidarmodell. Das bedeutet, dass alle Studierenden das Ticket mit bezahlen müssen, damit es auch für alle günstig ist und bleibt. Leider ist es daher nicht möglich, dass sich einzelne Personen ohne triftigen Grund enthalten und nicht zahlen.

Liegt ein Ausnahmetatbestand gem. § 6 der Beitragsordnung der Studierendenschaft vor, besteht die Möglichkeit, sich auf Antrag von dem Ticket befreien zu lassen.

Solltet ihr zum Beispiel aufgrund einer Schwerbehinderung, eines Auslandssemesters, Exmatrikulation oder in einer finanziellen Notlage nicht in der Lage sein das Ticket zu nutzen bzw. zu zahlen, könnt ihr einen Antrag auf eine Ticketrückerstattung bzw. im letzten genannten Punkt einen Härtefall Antrag stellen.

Die Regelungen zur Ticketrückerstattung ändern sich für das kommende Sommersemester 2024. Weitere Informationen findet ihr hier.

Was muss ich beachten, wenn ich mit dem neuen Semesterticket unterwegs bin?

Genau wie beim bisherigen Semesterticket benötigt ihr einen Studentenausweis, bzw. einen gütigen Lichtbildausweis um nachzuweisen, dass ihr der/die wahre Besitzer/in des Tickets seid.

Ist das neue Semesterticket jetzt für zukünftige Semester beschlossen?

Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass das Deutschlandsemesterticket erst einmal nur für das Sommersemester 2024 ihre Gültigkeit hat. Was danach noch von Bund- und Ländern kommt, können wir euch nicht sagen, allerdings ist eins klar und das ist, dass wir 100% für günstige Mobilität für Studierende einstehen, und zwar zu jeder Zeit!

Was passiert, wenn das Deutschlandticket teurer wird?

Sollte das Deutschlandticket teurer werden, wird es erneute Verhandlungen darüber geben, da Preisänderungen nicht einfach auf die Studierenden abgewälzt werden könne. Diese Entscheidungen liegen aktuell jedoch nicht in unserer Hand, sondern sind Sache der Landesregierung. Vertragsänderungen können in dringenden Fällen auch im Semester getroffen werden, jedoch nicht ohne vorherige Absprachen.

In Fall einer Preiserhöhung informieren wir euch natürlich über unsere Kanäle.


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